Antrag auf Grundsteuererlass bis 31.März stellen

Nach § 33 Grundsteuergesetz kann die Grundsteuer erlassen werden, wenn sich der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr um mehr als 50% gesenkt hat.
 
Die Bestimmung lautet: 
"Ist bei Betrieben der Land- und Forstwirtschaft und bei bebauten Grundstücken der normale Rohertrag des Steuergegenstandes um mehr als 50 Prozent gemindert und hat der Steuerschuldner die Minderung des Rohertrags nicht zu vertreten, so wird die Grundsteuer in Höhe von 25 Prozent erlassen. Beträgt die Minderung des normalen Rohertrags 100 Prozent, ist die Grundsteuer in Höhe von 50 Prozent zu erlassen. Bei Betrieben der Land- und Forstwirtschaft und bei eigengewerblich genutzten bebauten Grundstücken wird der Erlass nur gewährt, wenn die Einziehung der Grundsteuer nach den wirtschaftlichen Verhältnissen des Betriebs unbillig wäre. Normaler Rohertrag ist
 
 1.  bei Betrieben der Land- und Forstwirtschaft der Rohertrag, der nach den Verhältnissen zu Beginn des Erlasszeitraums bei ordnungsmäßiger Bewirtschaftung gemeinhin und nachhaltig erzielbar wäre; 
 2.  bei bebauten Grundstücken die nach den Verhältnissen zu Beginn des Erlasszeitraums geschätzte übliche Jahresrohmiete. "
 
Inbesondere bei elemtaren Ereignissen wie Feuer- oder Wasserschäden kann eine der derartige Vergünstigung beansprucht werden.
 
Die Ausschlussfrist für einen Erlass der Grundsteuer 2016 läuft am 31.03.2017 ab.
 
COLLEGA-Wochen-Ticker 10/2017
05.03.2017

Kanzleiverwaltung für Steuerberater
Kanzleiverwaltung für Rechtsanwälte 

http://www.mf.niedersachsen.de/aktuelles/presseinformationen/steuererklaerungen-fuer-2016-werden-ab-maerz-in-den-finanzaemtern-bearbeitet-150565.html

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